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Ein Näschen für Graffiti

Illegale Sprayer aufgepasst! Ab sofort gibt es die Wand, die Graffiti riechen kann. Ein automatischer Graffiti-Alarm im Maschinen-Netz von Vodafone ertappt so illegale Sprayer auf frischer Tat.

Als Kunst anerkannt, auf Flächen unerwünscht: Graffitis an Hauswänden, Zugwaggons oder Bushaltestellen sind oftmals illegal von Sprayern angebracht worden und müssen aufwendig wieder entfernt werden. Doch soweit muss es nun nicht mehr kommen. Denn Vodafone hat in einem Pilotprojekt eine Lösung entwickelt, die Vandalismus vorbeugt. In Zusammenarbeit mit dem Innovationsunternehmen Hyve ist die Wand entstanden, die Sprayer riechen kann und dann über das Maschinen-Netz von Vodafone Alarm schlägt.

Alarmanlage 4.0

Die von Vodafone entwickelte Alarmanalage 4.0 soll künftig helfen, Sprayer zu stellen während diese ihr Werk an Garagentoren, Autobahnbrücken oder Zügen verrichten. Dazu erfasst ein Sensor unter anderem die winzigen Farbpartikel der Graffiti-Farbe. Beginnt ein ungebetener Maler mit seinem Werk, schlägt der Sensor Alarm und sendet diesen über Narrowband IoT, das Maschinen-Netz von Vodafone, unmittelbar an eine Zentrale. Von hier aus können Sicherheitskräfte alarmiert werden und zum Einsatz ausrücken. Um Täter abzuschrecken noch bevor sie mit der Malerei beginnen, kann der Sensor zusätzlich direkt vor Ort einen Alarm auslösen.

Das Thema Graffiti-Alarm ist bereits auf den Vodafone Innovation Days 2017 präsentiert worden. Einen Eindruck, was im Internet der Dinge möglich ist, gibt dieses Video.

Ein Netz speziell für Maschinen

Dahinter steckt Narrowband IoT, das Netz speziell für Maschinen. Hiermit macht Vodafone das Internet der Dinge massentauglich. Es ist optimiert für die kostengünstige Vernetzung von Milliarden Gegenständen. So kann beinahe alles vernetzt werden – vom Mülleimer, über den Wasserzähler bis zur Wand, die Graffiti-Sprayer riechen kann. Narrowband IoT überträgt Daten sogar an Orten, wo Mobilfunk sonst nur schwer hinkommt: hinter dicken Hauswänden und unter der Erde. Graffiti-Malereien könnte sogar in tiefen Zugtunneln vorgebeugt werden. Das Maschinen-Netz ist eine optimierte LTE-Variante. Extreme Batterielaufzeiten der Sensoren von bis zu zehn Jahren ermöglichen es, die Alarmsysteme auch ohne externe Stromversorgung zu betreiben.

Fotos: istock/Baloncici und Vodafone